Nikolausdampf 2019

 

Rund 2000 Fahrgäste konnten zum Nikolausdampf 2019 im Zug der Lokalbahn und im bewirtschafteten Lokschuppen begrüßt werden. Die Züge waren schon lange zuvor ausverkauft. Erstmals gab es in Schalkstetten einen Halt für Fotos mit dem Nikolaus und dem Knecht Ruprecht. Die Feuerwehr Schalkstetten bot Glühwein und Kinderpunsch dort an, während im Lokschuppen und Speisewagen auch der Hunger gestillt werden konnte. Musikalisch unterstützte uns wie jedes Jahr der Musikverein Heldenfingen.

 

 

Umwelt und Emissionen

"Was für eine Dreckschleuder....!"

So oder so ähnlich hört man immer wieder Leute rufen, wenn sie eine Dampflok sehen. Das Thema "Umwelt und Emissionen" hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor wenigen Jahrzehnten war der Anblick von rauchenden Schornsteinen, sei es bei der Industrie, bei der Bahn oder eben einfach nur der Kamin zu Hause, einfach selbstverständlich. Dies hat sich bis heute zum Glück stark gewandelt. Gerade aus diesem Grund rücken "qualmende" Dampflokomotiven immer mehr in den Fokus.
Wir wollen Ihnen in diesem Bereich ein paar Informationen geben, wie z.B. kann der "Qualm" aussehen? Was wird verfeuert? welche Emissionen entstehen und vor allem, was tun wir aktiv für den Umweltschutz?

Eines vorneweg: Eine Dampflok mit ihrem schlechten Wirkungsgrad wird niemals emissionsärmer als moderne Lokomotiven sein. Auch wir können kein Wunder vollbringen.

 MG 2380 


Was wird verfeuert:

Da unsere Lokomotiven nicht täglich in Betrieb sind, muss vor den meisten Fahrten die Lok angeheizt werden. Dies geschieht zunächst durch ein Holzfeuer. Wir verwenden dabei ausschließlich sauberes und trockenes Holz. Nicht nur um die Emissionen gering zu halten, sondern um auch den Kessel zu schonen. Feuchtes oder schlechtes Holz würde die Heizrohre (über deren Oberfläche wird ein Großteil des Kesselwassers erhitzt) sowie Bestandteile der Rauchkammer wie z.B. den Funkenfänger verschmutzen, was wiederum eine Verschlechterung der Heizleistung zur Folge hätte. Des Weiteren wird der Kessel mit einem Holzfeuer auch sehr langsam aufgeheizt, um Wärmespannungen im Kesselmaterial zu vermeiden, welche den Kessel vorzeitig verschleißen würden. Daher bleibt auch das Holzfeuer eher überschaubar und wird nicht als "Höllenfeuer" ausgelegt. Sobald der Kessel ca. 1 - 2 bar Druck hat, kann der dampfbetriebene sog. Hilfsbläser der Lokomotive genutzt werden. Dieser bewirkt in der Feuerkiste, in den Rauchrohren sowie in der Rauchkammer einen Unterdruck, wodurch zusätzliche Frischluft dem Feuer zugeführt wird. Dies wiederum ist die Voraussetzung dafür, mit dem Verfeuern von Kohle beginnen zu können, da diese beim Anbrennen eine deutlich größere Sauerstoffmenge benötigt.

Warum qualmt die Lok ab und an:

Ganz grundsätzlich: Nicht alles was man sieht ist umweltschädlicher Qualm. Da die Dampfmaschine neben den Rauchgasen aus dem Feuer auch ihren Abdampf durch den Schornstein ausstößt, sieht dies oftmals sehr spektakulär aus (vor allem bei kälterem Wetter) und man könnte denken, da käme jede Menge Dreck raus. Dabei ist dies zum größten Teil harmloser Wasserdampf (siehe z.B. Bild rechts oben).
Theoretisch ist es möglich, eine Dampflokomotive nahezu qualmfrei zu betreiben. Ob sie dennoch qualmt hängt von vielen Faktoren ab:

  • Um die Lok so qualmfrei wie möglich zu betreiben, hängt zum Großteil vom Können des Heizers ab. Wie oft und wie viel Kohle wird nachgelegt, wird die Kohle gleichmäßig verteilt so dass es keine Stellen gibt bei denen kaum Sauerstoff ankommt, wird vorrauschauend geheizt damit das Feuer bei Beginn einer Steigungsstrecke oder Erreichen eines Bahnhofs bereits gut durchgebrannt ist, usw.
  • Ebenso spielen die Wetterbedingungen eine wesentliche Rolle, da beispielsweise nasskalte Witterung negative Auswirkungen auf den natürlichen Saugzug im Kessel hat, weshalb die Abgase nicht schnell und als dünne Rauchfahne in die Höhe steigen, sondern sich kurz nach Verlassen des Kamins nach allen Seiten hin ausbreiten und ggf. wieder zu Boden sinken.
  • Wird die Wartung der Lok gut durchgeführt: Sind die Heizrohre, durch die die Rauchgase strömen sauber? Wird der Funkenfänger regelmäßig gereinigt? sind die Roststäbe, auf denen das Feuer brennt in der richtigen Position? Ist der Hilfsbläser in Ordnung? usw.
  • Einer der Hauptfaktoren ist die Eigenschaft der verwendeten Kohle bzw. ihre chemische Zusammensetzung, auf die wir im nächsten Abschnitt eingehen.

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Dampflokomotivkohle:

Ein sehr großes Problem ist inzwischen, dass die früher für Dampfloks verwendeten optimalen Kohlesorten auf dem Markt nicht mehr angeboten werden. Ganz einfach, weil die verbliebenen heutigen Hauptabnehmer von Kohle (Montanindustrie, Kraftwerke) ganz andere Anforderungen an die Kohle stellen. Daher müssen wir Kompromisse eingehen und Kohle verwenden, die nicht unbedingt ideal für Dampflokomotiven ist. Alternative Brennstoffe zur Kohle mit einem ausreichenden Energiegehalt für die Bedürfnisse einer Dampflokomotive stehen derzeit nicht zur Verfügung.
Für weitere Informationen hierzu können wir auf folgenden Link des Museumseisenbahnen-Dachverbandes VDMT verweisen, der dieses Thema genauer verdeutlicht: Kohlequalität und Dampflokemissionen

Emissionen:

Auch wenn der Wirkungsgrad einer Dampflokomotive im Verhältnis zu modernen E-Loks nur sehr bescheiden ist, kann ein voll besetzter Dampfzug sich immer noch mit einem schwach besetzten PKW messen. Die Verfeuerung von Kohle, insbesondere wenn die Verbrennung nicht ganz optimal ist, zieht die Umweltbilanz natürlich nach unten. Aber was tritt denn nun aus dem Kamin aus?

  • Gasförmige Emissionen in Form von Schwefeldioxide SO2 und Kohlenwasserstoffe CnHm unterschiedlichster Zusammensetzung (=Qualm)
  • Grus- und Rußemissionen
  • Asche und Lösche (Lösche=Flugkoks).
  • Zu den nicht-gasförmigen Emissionen, also den Partikelemissionen ist es wichtig zu erwähnen, dass diese zu dem aktuell immer wieder zur Diskussion führendem Feinstaub nicht dazugerechnet werden können. Die ausgestoßenen Partikel sind alle größer 30 µm. Gesundheitsgefährdend sind die Partikel jedoch erst, wenn sie kleiner als 15 µm sind, da größere Partikel von den Schleimhäuten absorbiert werden und dann ausgeschnäuzt werden können.

Unsere Dampflokomotiven emittieren somit keinen Feinstaub!

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in dieses durchaus komplexe Thema geben. Es wäre schön wenn wir Ihr Verständnis finden könnten, auch wenn die Dampflok aus welchen Gründen auch mal etwas mehr qualmt als vorgesehen.

Uns ist durchaus bewusst, dass nicht alle Anlieger an der Strecke sich dem Anblick einer Dampflok erfreuen, sondern vielleicht eher der Unmut ob des Qualmes überwiegt. Bei all den Diskussionen sollte man aber nicht vergessen, dass Dampflokomotiven verhältnismäßig selten betrieben werden und somit nur einen verschwindend kleinen Beitrag zur Umweltverschmutzung leisten. Durch unser Ehrenamt bewahren wir als Verein wichtige Zeugnisse der Eisenbahngeschichte. Nicht, indem wir kalte Exponate in Museen zeigen, sondern indem wir diese auch voll funktionstüchtig "lebendig" der Nachwelt erhalten. Und nicht zuletzt leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Fremdenverkehr, wo immer wir unterwegs sind.

Wir möchten auch an dieser Stelle um Entschuldigung bitten, falls es doch mal etwas mehr qualmen sollte. Mögliche Gründe haben wir bereits oben genannt und letztendlich gilt auch bei uns "Nobody is perfect".
Wenn Sie nähere Fragen haben oder sich vielleicht das Ganze auch mal aus der Nähe anschauen möchten, können Sie sich gerne an uns wenden.

Dieser Text basiert auf Informationen, die unsere Kollegen vom  © DGEG Eisenbahnmuseum Neustadt/Wstr. zusammen getragen haben. Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis.

Ihre Ansprechpartner / Kontakt

Firmensitz


UEF Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH
Zehntwiesenstraße 31 c
76275 Ettlingen

Geschäftsführer


Dipl.-Ing. Oliver Brückom
Thomas Woyczak
 
 
Postadresse
UEF Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH
Sondernheimer Str. 1
76726 Germersheim
 
Telefon 017657912064 oder 017657912062
 

Eisenbahnbetriebsleiter


Klaus Heckemanns
 
Telefon 07243 361 9995
 

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Barrierefreiheit bei der Museumsbahn

 

Sehr geehrte Reisende,

die historischen Bahnfahrzeuge und –anlagen sind aufgrund ihres Alters mit teils über 100 Jahren leider nicht vollständig barrierefrei gestaltet.

Um aber auch mobilitätseingeschränkten Personen oder älteren Menschen mit Gehproblemen die Freude am Museumszug zu ermöglichen, informieren wir Sie hier über unsere Bemühungen eine möglichst weit reichende Barrierefreiheit zu schaffen.

Rollstuhlfahrer bitten wir in jedem Fall um Anmeldung unter Tel. 0151 288 55 000.

"Normale" Rollstühle können wir immer transportieren. Elektro-Rollstühle sind schwerer und breiter und daher schwierig im Transport. Hier müssen wir im Einzelfall entscheiden.


Zugang zu den Bahnsteigen

Alle Bahnsteige der Lokalbahn Amstetten – Gerstetten sind barrierefrei, ohne Treppen oder Stufen erreichbar. Die Wege zu den Bahnhöfen sind teilweise leider nicht befestigt. In Schalkstetten und Waldhausen erfolgt der Bahnsteigzugang über einen grasbewachsenen bzw. geschotterten Weg. An den anderen Lokalbahn-Bahnhöfen sind die Zugangswege geteert oder gepflastert.


Zugang zu den historischen Bahnfahrzeugen

Die Trittstufen der historischen Fahrzeuge weisen folgende Abstände zum Wagenboden auf:

Museumstriebwagen T06:   

3 Stufen

je ca. 30 cm

Plattform-Personenwagen (Spantenwagen):

4 Stufen

je ca. 22 cm

Plattform-Personenwagen (Donnerbüchse):

3 Stufen 

je ca. 30 cm

Zugang-Plattform
Die Zugänge zu den Personenwaggons. Spantenwaggons (links) verfügen über vier Trittstufen. Der Zugang zu den Donnerbüchsen (rechts) erfolgt über drei Trittstufen.

Die Breite der Einstiegstüren beträgt:

Museumstriebwagen T06:  

ca. 66 cm

 

Museumstriebwagen T06 (Ladetür):

ca. 100 cm

 

 

Personen-Waggon (Zugang Plattform):

ca. 65 cm

 

Personen-Waggon (Zugang Abteil):

ca. 65 cm

 

 

Zugang-Abteil
Die Türbreite der Zugänge zu den Waggons beträgt ca. 65 cm.Jeder Lokalbahn-Zug ist mit Begleitpersonal besetzt, dass gerne beim Einstieg behilflich ist und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste während der Fahrt betreut.

Rollstuhlfahrer können in den Ladeabteilen des historischen Dampfzuges oder im Museumstriebwagen mitfahren. Hierzu ist es allerdings notwendig, die Rollstühle in die Ladeabteile hineinzuheben. Dies können wir leider nicht bei allen Zugfahrten sicherstellen. Auf jeden Fall sind wir beim Hineinheben der Fahrgäste im Rollstuhl auf die Mithilfe der Begleitperson(en) angewiesen. Bitten melden Sie sich rechtzeitig vor dem gewünschten Fahrtermin bei uns, um alles Notwenige für Ihre Mitfahrt auf der Lokalbahn organisieren zu können.

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Toiletten und Sanitäranlagen

Im Bahnhof Gerstetten steht neben normalen Toiletten für Damen und Männer eine nach DIN 18024-2 ausgestattete barrierefreie Toilette zur Verfügung. Die Türbreite des Toiletten-Zugangs beträgt 81 cm.


ToilettenToiletten
Die in den historischen Waggons vorhandenen Toiletten sind bauartbedingt leider nur sehr eingeschränkt barrierefrei. Bitte beachten Sie außerdem, dass Kinder im Zug eventuell die Toilette nicht nutzen möchten, da diese, wie früher üblich, eine "Fall-Toilette" mit freiem Blick auf die Gleise ist. Wir bitten Sie daher auch keine sonstigen Abfälle über die Toilette zu entsorgen.

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Information der Reisenden

An jedem Halt wird der Name des Ortes durch den Zugführer ausgerufen. Darüber hinaus sind für hörbehinderte Personen die Bahnhofnamen gut sichtbar an den Bahnhofsgebäuden angebracht.

Alle Züge der Museumsbahn sind stets mit einem Zugführer (Chef des Zuges, erkennbar am roten Band) und mindestens einem Schaffner begleitet. Alle Betriebspersonale sind bemüht, sich besonders um mobilitätseingeschränkte Reisende zu kümmern.

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Kostenlose Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Züge auf der Lokalbahn Amstetten - Gerstetten wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrieben. Nur durch die Fahrgeldeinnahmen ist der Erhalt der Bahnstrecke und der historischen Eisenbahnfahrzeuge möglich.

Es handelt sich bei der Lokalbahn um eine Museumsbahn, also um einen nicht gewinnorientierten Touristikbetrieb und nicht um ein Verkehrsmittel im Sinne des §147 SGB IX.

Vom Land Baden-Württemberg werden keine Ausgleichszahlungen geleistet.
Wir bitten deshalb um Verständnis, dass eine kostenlose Beförderung von Personen gemäß §145 Abs.1 SGB IX in den Zügen der Lokalbahn Amstetten - Gerstetten nicht möglich ist.

Wir bitten Sie herzlich, Ihren Beitrag zum Erhalt der historischen Eisenbahn zu leisten und so die rein ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder zu unterstützen.

Herzlichen Dank!

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Verbandstagung 2019 in Meiningen

 

Vom 31.Oktober bis zum 3.November fand im Dampflok-Ausbesserungswerk Meiningen sowie bei der Museumsbahn "Rhön-Zügle" in Fladungen die diesjährige Herbsttagung unseres Dach-Verbandes statt. Der Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen (VDMT) ist für die historischen Eisenbahnen eine unverzichtbare Einrichtung.

Für die Lokalbahn war der 1.Vorsitzende Korbinian Fleischer sowie Geschäftsführer Bernd-Matthias Weckler der Schwäbischen Alb-Bahn GmbH vor Ort. Die Schwäbische Alb-Bahn verantwortet den regulären Triebwagenverkehr auf der Lokalbahn.

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