Bayerischer Packwagen LPwi 9240 Au


Bayrischer Packwagen

 

Unser "Bayerischer Packwagen" wurde 1901 von Rathgeber in München gebaut und ist damit das älteste Fahrzeug auf der Lokalbahn. Der Waggon ist ein typischer bayerischer Lokalbahnwagen, wie wir ihn aus Ludwig Thomas Lokalbahn kennen. Von dieser Reihe gab es auch noch Post- und reine Sitzwagen. Doch davon konnte leider kein Fahrzeug erhalten werden.
Neben dem großen Gepäckraum ist auch ein kleines Abteil für das Zugpersonal vorhanden, das mit einem Kohleofen ausgestattet ist. Bereits im März 1957 wurde das Fahrzeug in Babenhausen bei der Bundesbahn ausgemustert und kam zur Augsburger Localbahn.

Der Wagen wurde ab 1982 zusammen mit 98 812 und den Donnerbüchsen zwischen Amstetten und Gerstetten eingesetzt. Nach einem schweren Unfall 1988 in Schaftlach wurde der Waggon praktisch neu aufgebaut. Zuletzt erfuhr er zwischen 2010 und 2019 eine grundlegende Aufarbeitung unter Leitung von Gerhard Thumm.

Modellbahnfreunde finden diesen Waggon übrigens im Programm von Roco in H0, als Blechwagen für Märklin-Maxi und bei der blau-beigen-H0-Zahnradbahn von Fleischmann.

Technische Daten - LPwi 9240 Au
Betriebsnummer 9240 (zuvor 9926 und 18794)
Bauart, Herkunft GWL Bayern, ex AL, ex DB
Länge über Puffer 8.620 mm
Ausmusterung bei der Bundesbahn: März 1957
Achsstand 4.500 mm
Gewicht 9,8 t
Sitzplätze -
Heizung Ofen im Personalabteil
Stromversorgung vom 230 V- Netz
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Hersteller Rathgeber
Baujahr 1901
Bei UEF/LAG seit 1982
Status betriebsfähig
  75 80 9229 065-2

Gedeckter Güterwagen Glms 207

Nr. 63 204 und 64 205



Ende April 1999 konnten die UEF von der DB AG die Bahnhofswagen 64 204 (2180 1433 597) und 64 205 (2180 1433 551) übernehmen. Während Wagen 64 204 als allgemeiner Lagerwagen im Bahnhof Gerstetten dient, wird der 64 205 als Gleisbaugerätelager eingesetzt. Die Einstufung als nicht betriebsfähige Bahnhofswagen war jedoch insbesondere beim Gleisbaugerätewagen sehr hinderlich, mussten doch Geräte und Materialien für die Baustellen immer auf den Skl umgeladen werden. Im Sommer 2003 haben beide Wagen daher eine Hauptuntersuchung erhalten und können seither bei Bedarf "auf Achse" gehen, wovon beim 64 205 auch öfter Gebrauch gemacht wird.

Zum Wagentyp

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um DB-Umbauten des DR-Typs "Glms201". Technikhistorisch sind die beim Umbau weitgehend unveränderten Fahrwerke der Wagen von besonderem Interesse: Bei gegenüber dem "G10" nahezu unverändertem Wagenkastengrundriss wurden die Radsätze viel weiter an das Wagenende verlegt. Die mit diesem auf 7,0 m verlängerten Radstand größer gewordene geführte Länge ermöglichte nun eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h (gegen über 65 km/h beim G10 mit nur 4,5 m Radstand). Nachdem die technische Entwicklung inzwischen auch die wirtschaftliche Herstellung langer tragfähiger Wagenrahmen für Güterwagen ermöglichte, entstanden als Standardbauarten nur noch Zweiachser mit Radständen über 7 m.

Die Deutsche Reichsbahn im Vereinigten Wirtschaftsgebiet bestellte in den Jahren 1948 - 1950 bei ausländischen Wagenbauanstalten u. a. Wagen dieser Bauart, um den erhöhten Anforderungen gerecht werden zu können. Sie mußte zwangsläufig bei den gedeckten Güterwagen auf die Kriegsbauart "Bremen", allerdings in verstärkter Ausführung, zurückgreifen, da Neukonstruktionen noch nicht baureif vorlagen. Die Fahrzeuge hatten Gleitlager, Einfachschaken und 650 mm-Puffer. Der Wagenkasten mit Tonnendach und Firnisdecke war mit einer Beplankung aus Brettern versehen, später durch Platten ersetzt.

Die Fahrzeuge mit der Bauart-Nr 207 sind ab 1967 von der Deutschen Bundesbahn aus den alten Wagen der Gattung Glms 201 gebaut worden. Beim Umbau entstanden die neuen Wagenkästen aus unverdichteten Platten aus Kunstharzholz. Die Dachhaut wurde aus Leichtmetallblech gefertigt. Im Gegensatz zu den anderen gedeckten Güterwagen haben die Wagen der Bauart 207 an jeder Längsseite nur eine einfache Lüftungsklappe erhalten und sind nur für unverderbliche Güter zugelassen.

Technische Daten -  Glms 207
Betriebsnummern 64 204 und 64 205
Bauart, Herkunft Glms 207, zuletzt Bahnhofswagen
64 204
, DB 2180 1433 597,
64 205, DB 2180 1433 551
Länge über Puffer 10.000 mm
Gebaute Stückzahl 7500
Achsstand 7.000 mm
Eigengewicht 10,1 t
Ladefläche 23,6 m2
Lastgrenzen 21,0 t
Bremse Hik-GP
Musterzeichnung Fwg 260.01.1/Fwg 207.01.000.001
Nummernreihe 1350 000 bis 1356 609, ab 1980 nicht mehr im Bestand
Baujahr 1943
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Hersteller Waggonfabrik Bautzen
Übernahme 1999
Status betriebsfähig

Speisewagen WRi 83 950

WRi 85 950


Speisewagen

Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden. Die Bundesbahn musterte die letzten Exemplare Anfang der 1970er Jahre aus.

Kurz nach der Vereinsgründung erwarben die Ulmer Eisenbahnfreunde 1971 die Wagen 8395083956 und 85123 von der DB. Sie wurden zusammen mit den vereinseigenen Dampfloks 98 812 und 86 346 zunächst auf Bundesbahngleisen und nach dem Dampfverbot der DB auf der WEG- Strecke Amstetten – Gerstetten eingesetzt.

Der 85950 wurde in eigener Werkstatt umgebaut und 1988 als Speisewagen wieder in Betrieb genommen. Durch seine rote Lackierung ist er leicht von den anderen Wagen zu unterscheiden. Der Speiseraum ist mit Tischen und stoffbezogenen Einzelsitzen ausgestattet und nimmt die eine Hälfte des Wagens ein. In der anderen befinden sich die Theke und mehrere Stehtische. Die kleine Küche ist zwischen den beiden Abteilen eingerichtet. Der Speisewagen ist fester Bestandteil des Lokalbahn-Dampfzuges und vieler Sonderzüge der UEF Lokalbahn.

Der Speisewagen 83 950
Betriebsnummer 83 950
Bauart, Herkunft WRi (ex  Bi der Deutschen Bundesbahn)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 20 t
Sitzplätze 24 im Speiseraum
Heizung Dampf
Stromversorgung Generator mit Riemenantrieb
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Linke-Hoffmann-Busch
Baujahr 1928
Bei UEF/LAG seit 1971
Status betriebsfähig, Stammfahrzeug im Lokalbahnzug
  75 80 2429 265-1

Donnerbüchse Bi 83 956

Bi 83 956


 

Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden. Die Bundesbahn musterte die letzten Exemplare Anfang der 1970er Jahre aus.

Kurz nach der Vereinsgründung erwarben die Ulmer Eisenbahnfreunde 1971 die Wagen 85 950, 85 956 und 85 123 von der DB. Sie wurden zusammen mit den vereinseigenen Dampfloks 98 812 und 86 346 zunächst auf Bundesbahngleisen und nach dem Dampfverbot der DB auf der WEG- Strecke Amstetten – Gerstetten eingesetzt.

Aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes wurde der 83 956 Anfang der 1990er Jahre aus dem Betrieb genommen und harrt seitdem in der Anschlussstelle Kickethau abgestellt einer Generalüberholung.

Donnerbüchse Bi 83 956
Betriebsnummer 83 956
Bauart, Herkunft Bi (ex DB Biw 83 956)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 21 t
Sitzplätze 56
Heizung Dampf
Stromversorgung Generator mit Riemenantrieb
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Linke-Hoffmann-Busch
Baujahr 1928
Bei UEF/LAG seit 1971
Status abgestellt in Gerstetten

Die Ulmer Eisenbahnfreunde

Übersicht und geschichtlicher Abriss


Auf nahezu 700 Mitglieder ist der Verein Ulmer Eisenbahnfreunde e. V. seit seiner Gründung im Jahre 1971 angewachsen. Er hat sich die betriebsfähige Erhaltung von historischem Eisenbahnmaterial zum Ziel gesetzt. In dieser Zeit hat auch das historische Material in gleichem Maße zugenommen. Es begann mit der Lokalbahn-Tenderlok 98 812, die ein Student bei einem Preisausschreiben der Bundesbahn gewonnen hatte. Extra zum Kauf dieser Lok gründeten 1971 eine Handvoll Ulmer Bürger den Verein und führten mit dieser, aber auch mit gemieteten Lokomotiven, Sonderfahrten im Ulmer Raum durch. Als 1. Vorsitzender des Vereins wurde 1971 Utz Munder gewählt.

Mit Fahrten zur 700-Jahrfeier der Gemeinde Amstetten fasste der Verein erstmals auf der Schwäbischen Alb Fuß, der zum festen Standbein wurde. Schon 1976 konnte UEF die ölgefeuerte Schnellzuglok 01 1066 der Bundesbahn abkaufen. Seit 1975 wurden regelmäßig Sonderfahrten zwischen Amstetten und Gerstetten durchgeführt. Aber auch hier ereilte den Verein das Dampflokverbot wie bei der Deutschen Bundesbahn. Eine wichtige Hilfe war dann der neue Stützpunkt mit der Albtalbahn (AVG) zwischen Ettlingen und Bad Herrenalb am Rande des Schwarzwalds. Zunächst wurde hier die 86 346 eingesetzt, später auch die Schnellzuglok 01 1066. Endlich konnte auf der Strecke Amstetten-Gerstetten wieder der Regelbetrieb mit der bad Lok 75 1118 aufgenommen werden. Nachdem 1985 die Schmalspurbahn Amstetten-Laichingen stillgelegt worden ist, übernahm der Verein mit Unterstützung der Gemeinden Amstetten und Nellingen diese Strecke und führt dort seit 1990 regelmäßig Dampfzugfahrten durch.

1999 hat sich der Verein in mehrere Sektionen aufgegliedert, den beiden rechtlich selbständigen (indirekten) Sektionen der LAG Lokalbahn Amstetten-Gerstetten e.V. und dem Historischen Dampfschnellzug e.V.. Zwei weitere Sektionen gehören dem Verein direkt an, nämlich die Sektion Ettlingen, neu Dampfnostalgie Karlsruhe (Betrieb im Raum Karlsruhe) und die Sektion Alb-Bähnle, die ein Reststück der Schmalspurbahn Amstetten-Laichingen betreibt.

Alle Mitglieder der Sektionen sind zugleich Mitglieder der Ulmer Eisenbahnfreunde e.V.. Die Beiträge werden intern aufgeteilt. Mitglieder der indirekten Sektionen sind im Wesentlichen die aktiven Mitglieder. Bei der Sektionsbildung wurden den Sektionen jeweils die erforderlichen, bei der Sektion schon im Einsatz befindlichen, Fahrzeuge überlassen. Die anstehenden Unterhaltungsarbeiten werden so weit wie möglich mit eigenen Kräften auf ehrenamtlicher Basis ausgeführt.

Im Internet finden Sie unsere Angebote unter

www.uef-dampf.de

mit dem Angebot des Dachvereins sowie die Sektionen gezielt unter:

www.albbaehnle.de

www.dampfnostalgie-karlsruhe.de

www.uef-lokalbahn.de

www.schnellzuglok.de


Historischer Dampfschnellzug eV (HDSZ)

Diese selbständige Sektion betreibt die Schnellzugslokomotiven 01 1066. In ihrem Eigentum ist auch die 01 1081 als stillgelegte Museumslok, die derzeit in Augsburg als Ausstellungsstück abgestellt ist. Die dreizylindrige 01 1066 wurde vom Verein 1976 erworben, um mit einer ölgefeuerten Lok die Probleme der bei der DB nicht mehr unterhaltenen Brandschutzstreifen zu umgehen. Zur Zeit ist die 01 1066 hauptsächlich im Einsatz. Die 01 509 war von 1988 bis 2007 im Eigentum des Vereins und wurde an den Verein Pressnitztalbahn eV Jöhstadt zum Betrieb in den neuen Bundesländern abgegeben. 01 173, die erste Schnellzugdampflok der UEF, die 1976 gegen 01 1066 "getauscht" wurde konnte im Herbst 2008 in die Obhut der UEF zurückgeholt werden.

Weiterhin gehören 6 A-Klasse-Schnellzugswagen aus den 30er Jahren dazu, davon 3 in betriebsfähigem Zustand. Unsere selbständige Sektion Historischer Dampfschnellzug eV führt Sonderzüge auf Strecken der Deutschen Bahn wie auch auf ausländischen Strecken (z.B. in Österreich, Schweiz und Frankreich) durch. Die Gruppe organisiert eigene Fahrten, wird aber auch im Auftrag Dritter (Vereine, Firmen usw.) tätig. Die Fahrzeuge sind derzeit beim im Aufbau befindlichen Südd. Dampflokmuseum Heilbronn untergestellt.


Lokalbahn Amstetten-Gerstetten eV (LAG)

Diese selbständige Sektion betreibt die frühere Nebenbahnstrecke von Amstetten nach Gerstetten. Diese Strecke wurde 1906 als Normalspurbahn eröffnet und bis 1995 durch die Württ. Eisenbahngesellschaft betrieben. Nach der Stillegung kaufte der Verein Ulmer Eisenbahnfreunde e.V. im Jahre 1997 die Strecke auf. Seit 1975 fahren hier Dampfsonderzüge, die großen Anklang beim Publikum finden. Die Bahnstrecke von 18 km Länge wird von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich unterhalten. Eingesetzt ist die Tenderlok 75 1118. Man fährt hauptsächlich mit Zweiachsigen Bi-Wagen. Die ursprüngliche Stammlok 98 812 konserviert in einem Lokschuppen an der Strecke. Auch 2 Dieselloks („Blauer Klaus“) und Voith Nr. 3 sind vor allem für die Streckenunterhaltung in Betrieb. Die Einsätze erfolgen überwiegend auf der Stammstrecke. Am 1. Mai gibt es traditionell eine Dampfsonderfahrt außerhalb der Stammstrecke zu Zielen im Bereich der Deutschen Bahn. Aber auch zu sonstigen Anlässen wie Jubiläen und Bahnfesten sieht man die Lokalbahn-Fahrzeuge abseits der Stammstrecke.

Bahnhof und Lokschuppen in Gerstetten wurden mit großem Engagement der Gemeinde Gerstetten 2000/2001 stilecht renoviert. Inzwischen wurde der Lokschuppen auch um eine Werkstatt und um Sanitärräume mit Dusche erweitert. Zum Ensemble gehört auch das im Jugendstil erbaute Bahnhotel in Gerstetten aus dem Jahre 1906, das ebenfalls stilgerecht renoviert worden ist. Im Jahre 2006 wurde das 100. Jubiläum der Strecke gefeiert. Zu diesem Jubiläum wurde auch der Dieseltriebwagen T06 fertig gestellt und wieder in Betrieb genommen. Er ergänzt mit seinem Sonntäglichen Angebot im Sommer die Fahrten mit der Dampflok, welche nur an ein oder zwei Wochenenden im Monat im Einsatz ist.


Sektion Dampfnostalgie Karlsruhe

Seit 1979 fahren die Ulmer Eisenbahnfreunde auch auf der Albtalbahn von Ettlingen Stadt nach Bad Herrenalb in den Schwarzwald. Die 19 km lange Strecke im Eigentum der Albtalbahn-Gesellschaft (AVG) wurde 1901 zunächst als Schmalspurbahn in Betrieb genommen. Schon 1911 wurde die Strecke elektrifiziert und ab 1960 auf Normalspur umgebaut.

Seit 2002 fährt die Sektion auch regelmäßig auf der Murgtalbahn von Karlsruhe Hbf nach Baiersbronn.

Eingesetzt sind von der direkten Sektion die dreizylindrige Schlepptenderlok 58 311, die 1921 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe gebaut wurde. An Pfingsten 2006 wurde sie nach einer aufwändigen Hauptuntersuchung wieder in Betrieb genommen. Bei der Sektion Dampfnostalgie Karlsruhe war bis 2011 auch die Güterzugslok 50 2740 im Einsatz. Aktuell in Aufarbeitung ist die Tenderlokomotive 86 346, informieren Sie sich hier über den aktuellen Stand. Zur Sektion gehört zudem eine Sammlung historischer Eilzugwagen der dreißiger und fünfziger Jahre.

Der Verein hat den Güterschuppen in Ettlingen-West von der Deutschen Bahn angemietet und dort seinen Stützpunkt eingerichtet.

Jeden Samstag ist Werkstatt Tag und es gibt immer viel zu tun, für groß und klein, für alt und jung. Sie wollen auch bei der großen Eisenbahn mitarbeiten? Wir freuen uns auf Sie! Weitere Infos bekommen Sie hier.


Alb-Bähnle Amstetten-Oppingen

Die direkte Sektion betreibt seit 1990 das 6 km lange Reststück der einst 18 km langen  Schmalspurbahn Amstetten-Laichingen. Die Strecke wurde 1901 eröffnet, 1985 von der WEG stillgelegt und von den Gemeinden Amstetten und Nellingen – je auf ihrer Markung - aufgekauft. Die Strecke nach Oppingen ist so steil wie die Geislinger Steige, 1:35! Der Verein besitzt in Amstetten einen Lokschuppen, der in Eigenleistungen von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe errichtet worden ist. Die alte Schmalspuranlage in Amstetten steht unter Denkmalschutz. Am Ende der Strecke wartet der 2015 außen frisch renovierte Bahnhof von Oppingen – von der Gemeinde Nellingen angemietet - auf hungrige und durstige Besucher.

Im Betrieb ist die 1904 von Borsig, Berlin, gebaute 3achsige Tenderlok 99 7203. Sie war von 1904 - 1964 auf der Strecke Mosbach-Mudau eingesetzt und wurde anschließend von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) für den Abbau der damals noch schmalspurigen Zweigstrecke nach Ittersbach gekauft, damit diese später normalspurig wieder aufgebaut werden konnte. Nach wie vor ist die Maschine Eigentum der AVG. In den Jahren 2017 bis 2020 bekam der Kessel neben Ausbesserungsarbeiten eine neue Berohrung und einen frisch gegossenen Kamin. Die eingesetzten weiß-roten Personenwagen stammen überwiegend von der Appenzeller Bahn. Zwei Zugänge von der Bayerischen Zugspitzbahn ergänzen seit 2006 den Personenwagenpark in Flaschengrün. Im Bestand sind auch einige meterspurige Güterwagen, von der Appenzeller Bahn und von der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft (OEG). Der ehemals auf dieser Strecke eingesetzte Triebwagen T 34, der auf dem Schmalspurbahnhof Amstetten ausgestellt ist, bekam im Herbst 2002 noch "Gesellschaft" durch die Dampflokomotive 2s der Württ. Eisenbahngesellschaft, die einst die letzte Dampflok der Bahn war und bei einem Fahrzeugmuseum in Marxzell unter freiem Himmel "überlebt" hat. Diese wird vorerst nur optisch hergerichtet, da eine Wiederinbetriebnahme derzeit sehr kostenintensiv ist.

Die 1986 in Rumänien gebaute und in der damaligen DDR eingesetzte Schmalspur-Diesellok D8 ist seit 1992 beim Alb-Bähnle und wird vorwiegend für Streckenarbeiten eingesetzt.

Die Unterhaltung der 6 km langen Reststrecke macht dem kleinen Arbeitsteam viel Arbeit, da die Strecke Stück für Stück erneuert werden muss. Vorwiegend, bis auf die Einfahrtsweiche in Amstetten, bestehen sämtliche Schwellen aus Holz und das darauf liegende Stoßlückengleis aus dem Profil Preussen 5 und S33.

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